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Ansprache über die Jahreslosung 2022

Ein Leitwort für das ganze Jahr soll die Jahreslosung sein, die für jedes Jahr neu ausgegeben wird.

Die Jahreslosung ist eine Wahl der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen. Eine neue Jahreslosung wird jedes Jahr seit 1934 in einem aufwendigen Prozess ausgewählt. Initiator der Jahreslosungen war übrigens der Pfarrer und Liederdichter Otto Riethmüller, der zur Bekennenden Kirche gehörte. Als Direktor des Reichsverbands der evangelischen Jugend wollte er den NS-Parolen einen Bibelvers entgegenstellen und erfand eben die Tradition der Jahreslosungen.

Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen. (Johannes 6,37)

Die Tür steht also offen.

Es gibt keine Einlasskontrolle. Kein Impfnachweis. Kein Test. Keine beschränkte Zahl an Plätzen und vorgeschriebenen Abstand. Niemand wird abgewiesen. Und hinter der Tür?

Da ist Leben.

In der Corona-Zeit gibt es viel Sehnsucht nach Leben, unbeschwertem Leben. Sich endlich wieder die Hand reichen, in die Arme nehmen. Nicht ständig auf Abstand achten. Ohne Masken. Frei bewegen, singen, mit anderen zusammen zu sein. Das Leben kann so schön sein.

Vielen ist das während der Corona-Zeit neu bewusst geworden: Es tut weh, irgendwie vom Leben ausgeschlossen zu sein. Das war jetzt unter und mit Corona besonders spürbar, aber neu ist das nicht. Menschen erleben das immer wieder, auch ganz elementar: wenn sie Hunger und Durst erleiden, wenn sie Krieg und Flucht erleben oder wenn Katastrophen über sie kommen. Da gibt es eine große Sehnsucht nach Leben, nach gutem Leben. Leben heißt dann zunächst einmal, genug zu essen und zu trinken zu haben, satt werden, ein sicheres Dach über dem Kopf haben.

Dann aber auch, Menschen zu begegnen und mit Menschen das Leben zu teilen. Leben heißt Nahrung zu bekommen für Herz und Seele. Und: Liebe erfahren - das ist Leben.

In der Bibel erzählt das Johannesevangelium das Leben des Jesus von Nazareth in einer ganz besonderen Weise. Es erzählt von vielen Menschen, die auf der Suche nach Leben sind. Sie suchen die Nähe von Jesus, weil sie spüren, dass von ihm eine besondere Lebenskraft ausgeht. Eine Lebenskraft, die Menschen satt macht an Leib und Seele. Menschen lagern sich um ihn, um ihm zuzuhören. Als sie Hunger haben, werden alle satt von wenigen Broten, die da sind. Dabei bleibt es aber nicht.

Sie spüren, dass Jesus mehr für sie hat: tröstende, stärkende und orientierende Worte, ja sogar Worte, die über dieses Leben hinausweisen. Hoffnungsworte für ewiges Leben. Mit dem, was er sagt und tut, öffnet er die Tür zum Leben. Und er sagt: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.

Mit dem Jahreswechsel öffnet sich die Tür zu einem neuen Jahr. Es wird hoffentlich ein Jahr, in dem das Leben wieder „normaler“ wird. Jesus lädt uns mit den Worten der Jahreslosung ein, sich ihm anzuvertrauen und mit ihm auch Gott. Und so das zu finden, wonach sich so viele sehnen: wirkliches, gutes und erfülltes Leben. Von diesem Leben geht eine große Kraft aus, die zu einem friedlichen und gerechten Leben führt: ein Leben, das keinen Menschen abweist.

Denn: Wer du auch bist, was du auch erlebt hast, was immer dich bedrückt oder verunsichert, dessen darfst du dir gewiss sein: Jesus wird dich nicht abweisen, wenn du bei ihm anklopfst! Mit dieser Zusage im Gepäck kann ein neues Jahr wirklich gut werden und voll Zuversicht angegangen werden.

Ein Gedicht möchte ich Ihnen dabei mit auf dem Weg geben:

Ein Weg in der Nacht - Am Ende ein Licht

Ein Wort in das Dunkel - Fürchte dich nicht

Verborgen im Nebel - Im Herzen der Stadt

Ein Ort voller Hoffnung - Wo man Heimat hat

Gott selbst in der Mitte - Er lädt uns ein

Sein Haus steht uns offen - Hier dürfen wir sein.

Amen.

 

Ihre Kirchengemeinde

Gensingen-Grolsheim

 

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